Die Gesichter der Diktatur

Aktualisiert: 15. Dez 2019

Diktaturen gibt es scheinbar in unendlich vielen Ausprägungen. Wie lassen sie sich sinnvoll systematisieren? Dazu habe ich 2019 an der TU Dresden meine Abschlussarbeit verfasst. Eine Zusammenfassung von "Das Zweidimensionale Autokratiemodell".


Die klassische Politikwissenschaft unterteilt politische Systeme in drei Grundtypen: totalitäre Diktaturen, autoritäre Diktaturen und Demokratien. Doch dieser Dreiklang, so einfach und nützlich er bei oberflächlicher Betrachtung ist, hat gleich mehrere Probleme. Der Typ der Demokratie in sich ist durchaus homogen und folgt recht eindeutigen Kriterien wie Gewaltenteilung, konkurrierender Willensbildung, Einbeziehung der BürgerInnen und begrenztem politischen Gestaltungsanspruch.


Auch die totalitären Systeme sind mit ihrem Primärphänomen des Anspruchs zur Umgestaltung der Gesellschaft, sowie monistischer Herrschaftsstruktur und monopolisierter Willensbildung in sich homogen und leicht zuordenbar. In diesen beiden Fällen ist die klassische Unterscheidung trennscharf und deutlich in ihrer Beschreibung.


Doch trifft das auf den dritten Typ, die autoritäre Diktatur, nicht zu. Mehr als ein Drittel der weltweiten Bevölkerung lebt in einem solchen System. Doch sind die einzelnen Systeme untereinander so heterogen, dass es analytisch wenig sinnvoll ist, sie unter diesen einen Begriff fallen zu lassen. Vergleicht man China unter Deng mit Franco-Spanien oder NS-Deutschland mit Singapur handelt es sich um unterschiedlichste Systeme – diesem Zustand soll auch ihre Einordnung gerecht werden.


"Der Weg ist das Ziel" soll in diesem Falle geflissentlich ignoriert werden und stattdessen nur den Outcome betrachten. Falls jemand ernsthaft in 25 Seiten Analyse bisheriger Konzepte von Typologien autoritärer Systeme interessiert ist, kann er gern den Volltext lesen. Zusammengefasst habe ich mich der Arbeiten von Juan Linz, Barbara Geddes, Wolfgang Merkel, Steffen Kailitz, sowie Axel Hadenius und Jan Teorell bedient, sie nach Gesichtspunkten analysiert und die Erkenntnisse in einem gesonderten Kapitel zusammengefasst. Daraus ergibt sich eine Matrix, die das Kernstück der Arbeit ist.




Willkommen in der zweiten Dimension


Bei der Analyse der bestehenden Konzepte kristallisierten sich zwei große Fragen heraus, die ein System bestmöglich beschreiben. Das sind die Fragen „Wer herrscht?“ und „Wie wird geherrscht?“. Diese gehen auf Aristoteles zurück. Erfolgt die bestmögliche Beschreibung von (autoritären) Staaten also durch zwei Kategorien eines altgriechischen Philosophen? Orientiert am US-amerikanischen Politikwissenschaftler Paul Brooker wohl eher nicht:


On the other hand the classic question „who rules“ remains the best way of framing any study of non-democratic regimes because it begs two other crucial questions about these regimes: How do they rule and why do they rule?Paul Brooker 2009

Demnach sind "wie wird geherrscht?" und "warum wird geherrscht?", also Herrschaftsweise und Herrschaftslegitimation die beiden Kriterien, die Brooker zur Beschreibung autoritärer Staaten vorschlägt. Sie bilden die Dimensionen des Zweidimensionalen Autokratiemodells. Es gibt zwei gute Gründe dafür, die Fälle in mehr als eine Dimension einzuordnen, auch wenn die Komplexität dadurch steigt. Der erste und wichtigste ist, dass das Erklärungspotenzial der Typen steigt, da sie durch zwei Kategorien gleichzeitig beschrieben werden. Der zweite Grund ist, die interne Heterogenität der jeweiligen Typen zu verringern. So lassen sich Vergleichsfälle in der ersten Dimension grob gliedern, in der zweiten Dimension noch einmal innerhalb einer Kategorie anordnen. Durch das "feine Gitter" sind die Vergleichsfälle in einem Typ sich grundsätzlich ähnlicher.


Beide Dimensionen haben jeweils eine eigene Aufgabe zu erfüllen. Die horizontale Unterscheidung ist dabei die „Kernunterscheidung“, ihre Aufgabe ist es, eine grobe Gliederung der einzuordnenden Vergleichsfälle vorzunehmen. Sie ist dementsprechend ein strittiger Punkt und hat den Anspruch Trennschärfe, Externe Heterogenität und eine möglichst umfassende Abdeckung von Vergleichsfällen zu liefern. Gleichzeitig dürfen daraus nicht zu viele Kategorien entstehen, da sich die Gesamtanzahl an Typen wegen der zweiten Dimension durch Multiplikation ergibt.


Diese zweite Dimension soll im Gegensatz zur ersten ein Kontinuum darstellen, in dem die Fälle noch einmal graduell angeordnet werden. Das hat den entscheidenden Vorteil, dass die Erklärungskraft der Typologie stark ansteigt. Aus der Einordnung in die zweite Dimension lassen sich schon einige grundlegende Charakteristiken des Vergleichsfalls ablesen. Die Erklärungskraft der ganzen Typologie wächst dabei, je mehr Vergleichsfälle eingeordnet werden.  Damit diese unterschiedlichen Rollen problemlos nebeneinander existieren können, müssen sich beide Kriterien in möglichst geringer Abhängigkeit voneinander befinden, um den Informationsgehalt hoch zu halten und leere Untertypen zu vermeiden.


Die Entstehung der Subtypen


Nach der Bestimmung der Unterscheidungskriterien sind die treffenden Subkategorien innerhalb der Dimensionen ein kritischer Schritt. Schließlich müssen diese intuitiv zuordenbar und trennscharf sein, sowie möglichst alle real vorkommenden Vergleichsfälle abbilden. Hier beziehe ich mich auf die zuvor analysierten Juan J. Linz und Wolfgang Merkel, die ebenfalls das Unterscheidungskriterium "Herrschaftslegitimation" in den Fokus nehmen. Beide kommen, trotz gleichen Kriteriums, auf sehr unterschiedliche Kategorien. Deshalb war die Aufgabe, beide Konzepte zusammenzuführen und darauf zu achten, dass nicht zu viele Unterkategorien entstehen. Die folgende Tabelle stellt die gebildeten Kategorien von Merkel und Linz gegenüber. In der letzten Spalte finden sich meine neu gebildeten Kategorien.



Wie genau Vergleichsfälle in diese Kategorien eingeordnet werden, wird später bei deren genauer Beschreibung anhand von Beispielen erklärt. Doch ein in dieser Arbeit neuer Ansatz soll beschrieben werden. Die Frage nach der Legitimation ist keine systemische Frage, sondern stützt sich auf die Frage: "Wie legitimieren die Machthaber selbst ihre Herrschaft?". Das hat den entscheidenden Nachteil, dass die Ergebnisse in keinem Sinne objektiv sind. Demgegenüber steht aber eine sehr einfache Messbarkeit und guter Zugang zu den nötigen Ressourcen. Und durch die Analyse der Selbstdarstellung wird ein möglicher western bias von vornherein minimiert, der in Analysen der Herrschaftsstruktur ansonsten kaum zu vermeiden wäre.


Die Kategorien der zweiten Dimension "Grad der Durchherrschung" sind schneller gebildet - schließlich gibt es nur zwei. Das Kontinuum bewegt sich im Sinne der Einfachheit von „Niedrig“ nach „Hoch“. Zwar sind die eigentlichen Pole „Marginal“ und „Unbegrenzt“, jedoch werden für die Darstellung der Typologie die einfacheren, allgemeineren Begriffe gebraucht, um zu verdeutlichen, dass es sich um eine graduelle Bestimmung, und nicht um disjunkte Kategorien handelt. Wichtiger ist an dieser Stelle, woran sich die Einteilung in "stark durchherrscht" oder "schwach durchherrscht" vornehmen lässt:


Kritisch ist der Einfluss des Staates


Peter Steinbach nennt in seinem Text „Von Autoritären Gesellschaften zur Demokratie. Demokratie und Diktatur im Widerstreit seit 1918, bezugnehmend auf den Politikwissenschaftler Franz Leopold Neumann, fünf Kernmerkmale von totalitären, also extrem stark durchherrschten, Diktaturen. Das erste Merkmal ist die Umwandlung des Rechtsstaates in einen Polizeistaat und die Machtkonzentration bei der Regierung, in Abgrenzung zur Macht- und Gewaltenteilung in liberalen Demokratien.


Das geht häufig mit dem sogenannten „Führerprinzip“ einher, nämlich der zentralistischen Steuerung der Gesellschaft. Dazu gehört auch die Formierung einer monopolistischen Staatspartei und deren umfassende Kontrolle über die Gesellschaft. Peter Steinbach definiert „Kontrolle“ als fehlende Differenz zwischen Staat und Gesellschaft. In diesem Zusammenhang nennt er auch den Terminus der „durchherrschten Gesellschaft“, der in der Typologie aufgegriffen wird. Zudem sind Funktionsträger nicht mehr der gesamten Bevölkerung, sondern der politischen Führung gegenüber verantwortlich.


Das zweite Merkmal für unbegrenzte Durchherrschung ist die Isolierung des Einzelnen, in Form der Auflösung von als „natürlich“ empfundenen sozialen Bündnissen. Daraus folgt das dritte Merkmal, die Substitution dieser Strukturen durch staatliche soziale Einheiten. „Sie haben die Aufgabe, die Gesellschaft neu zu strukturieren und zu organisieren.“ Auf diese Weise sollen die Individuen leichter beeinfluss- und manipulierbar gemacht werden.


Das vierte Merkmal ist die systematische Verletzung von Menschenrechten und die Anerkennung von Bürgerrechten nur unter erhöhten Voraussetzungen. Das begründet Steinbach darin, dass Diktaturen alle Ansätze zerstören müssen, die auf eine Begrenzung der Staatsmacht abzielen. Durch die Unterwerfung vor Menschenrechten und allgemeinen Bürgerrechten, würde sich die herrschende Klasse im Handlungsspielraum einschränken. Das letzte Merkmal ist der fehlende Zwang zur konkreten Rechtfertigung des „politischen Tuns“ durch die Abkehr von periodischen Abstimmungen. Wahlen haben lediglich die Aufgabe, moderne Demokratien zu stabilisieren, „die Massen zu mobilisieren und zu formieren“. Die Stärkung und Bereitstellung politischer Alternativen ist ausdrücklich nicht Ziel dessen.


Die Wirtschaftsherrschaft


An der Spitze der Legitimationsmechanismen […] steht vor allem eine hinreichende wirtschaftliche Effektivität des Regimes.Gerd Pickel 2013

Bei diesem Typ handelt es sich um Staaten mit starker wirtschaftlicher Performanz, teilweise auch Rentierstaaten genannt, deren Legitimation aus der Entlastung der Untertanen von Steuern und Abgaben besteht. Dafür werden Renteneinkommen benutzt, die häufig aus der Nutzung natürlicher Ressourcen wie Edelsteinen, Rohöl oder in Zeiten der Mikroelektronik Coltan-Erz oder Seltenen Erden bestehen. Aber auch andere Staaten, als Paradebeispiel Singapur, definieren und legitimieren ihre Herrschaft durch wirtschaftliche Stärke. Die Regierung wird einerseits als erfolgreich wahrgenommen und kann andererseits auch mehr investieren. Auf diesem Wege trägt wirtschaftliche Performanz zur Stabilisierung von Systemen bei.


Das sind auch die Gründe, warum beispielsweise der Fund von Erdöl dazu beitragen kann, eine Demokratisierung zu verhindern. Zeitgleich bieten Rentenökonomien die Gefahr von Fehlallokationen von Gütern und damit großen Reichtum für wenige. Problematisch wird die Abgrenzung zur charismatischen Herrschaft, vor allem auch zu Ideokratien.


Der islamische Staat Iran kann einerseits als Ideokratie gesehen, andererseits auch als Rentierstaat, also dementsprechend als Wirtschaftsherrschaft eingeordnet werden. Die Unterscheidung muss wieder anhand der Selbstdarstellung des Regimes erfolgen. In China beruft sich die herrschende Klasse um Ministerpräsident Xi-Jinping beispielsweise  auf den wirtschaftlichen Erfolg des Landes. Zudem übt die Regierung einen starken Einfluss auf die Bevölkerung aus. Es lässt sich demnach von einer stark durchherrschten Wirtschaftsherrschaft (Typ 2) sprechen.


Ein anderes Beispiel für einen schwach durchherrschten Rentierstaat wäre Gabun, in dem allerdings Verteilungsprobleme vorherrschen. Die Herrschaftsreichweite der Regierung beschränkt sich in diesem Fall auf ein Minimum, es kann in diesem Fall von einer schwach durchherrschten Wirtschaftsherrschaft (Typ 1) ausgegangen werden.

Die Militärherrschaft


It is something of a truism to say that a great many despots have emanated from the ranks of the military.Carlton, 1995

Militärdiktaturen spielen nicht umsonst in sämtlichen untersuchten Typologien eine gesonderte Rolle, sind sie doch einer der häufigsten Typen von Autokratien. Dabei sind sie relativ kurzlebig, erhöhen die Wahrscheinlichkeit von Putschen und Bürgerkriegen und neigen mehr zur Anwendung von Gewalt gegen die Bevölkerung als zivile Regime. Dafür gibt es zwei Gründe: Erstens haben Mitglieder der Armee die nötigen Mittel und den gewaltaffinen militärischen Hintergrund, zweitens ist eine Militärherrschaft im Vergleich zu anderen Typen weniger auf die Gunst der Bevölkerung angewiesen. Das Militär tritt zumeist für nationale Werte und traditionelle Mentalitäten ein und sieht sich als Verteidiger dieser an, wodurch es entscheiden kann, die bisherige Regierung aus dem Amt zu putschen. Militärregime treten in allen Teilen der Welt auf, besonders häufig in Afrika, in Form von Gangsterregimen und Warlords.


In der Typologie wird ein Regime dann dem Typus der Militärdiktaturen zugeordnet, wenn der Herrschaftszugang über einen Militärputsch erfolgt ist, so zum Beispiel in Uganda 1971, als Idi Amin an die Macht gelangte. Auch in der neueren Geschichte ist das der Fall, wie 2014 in Thailand, als die Ministerpräsidentin gestürzt wurde und General Prayut Chan-ocha an die Macht kam. Heikel ist die Abgrenzung zum charismatischen Regime, da auch im Militär Einzelpersonen aufsteigen und militärische Führerregime bilden.


Andersherum ist es schwierig, einen Staat autokratisch zu beherrschen, ohne das Militär unter seine Kontrolle zu bringen. Deshalb muss die Unterscheidung einerseits beim Herrschaftszugang (militärische oder zivile Karriere) und auch in der Selbstdarstellung getroffen werden. Stilisiert sich eine FührerIn selbst als „General“ oder „Generälin“ und bindet sie militärische Traditionen in ihre Herrschaftspraxis ein, kann von einem Militärregime gesprochen werden.

Sire, Sie können mir einem Bajonett alles machen, aber Sie können nicht darauf sitzen.Maurice de Talleyrand Frühes 19. Jahrhundert

Der Typ Militärherrschaft ist der Typ, der am meisten vom gewählten Kriterium Herrschaftslegitimation abweicht, da das Militär an sich nur ein Herrschaftsträger ist. Doch zu vermuten, das Militär würde seine Herrschaft über Gewalt festigen, wäre zu kurz gedacht. Bereits der französische Staatsmann Maurice de Talleyrand formulierte Anfang des 19. Jahrhunderts die Legitimationsprobleme durch reine Gewalt mit dem Bonmot „Sire, Sie können mir einem Bajonett alles machen, aber Sie können nicht darauf sitzen.


Insofern legitimieren sich Militärherrschaften durch die Übermacht des Militärs, beziehungsweise der Abwesenheit einer zweiten Macht im Staat, die erstens das Risiko eingehen würde und zweitens stark genug wäre, es herauszufordern. Insofern ist die Kategorie für die Legitimation im Wesentlichen die militärische Dominanz.


Ein Beispiel für eine stark durchherrschte Militärherrschaft (Typ 4) wäre Franco-Spanien. Zwar lässt sich argumentieren, dass er sich auch durch persönliches Charisma und Durchsetzungsvermögen legitimierte, doch bereits sein selbst gewählter Titel Generalissimo offenbart einen Rückgriff auf militärische Traditionen und somit eine Legitimation über selbige.


Schwach durchherrschte Militärherrschaften finden sich besonders häufig auf dem afrikanischen Kontinent, auch wenn diese zumeist vorgeben, sich durch Wahlen zu legitimieren. Beispielhaft wäre Eritrea. Auch wenn die Repressionen insbesondere im Rahmen der Pressefreiheit hoch sind, ist die Handlungssphäre des seit 1991 regierenden Präsidenten Isayas Afewerki klein. Afewerki war als militärischer Führer der Unabhängigkeitsbewegung ins Amt gekommen.


Die dynastische Herrschaft



In Dynastien wird die Herrschaft nicht über Wahlen oder Putsche errichtet, sondern über eine Erbfolge. Das macht die Regierenden, insbesondere in Staaten mit einer sich bereits über mehrere Generationen fortsetzenden Erbfolge, sehr robust gegenüber Stimmungen in der Bevölkerung. Eine HerrscherIn abzusetzen, die durch Charisma oder das Militär an die Macht gekommen ist, ist einfacher, als jemanden, dessen Herrschaftslegitimation im jeweiligen Blut liegt. Deshalb sind Monarchien auch die autoritären Staaten mit der längsten Haltbarkeit.


Monarchien in die Typologie einzuordnen fällt relativ leicht. Das Hauptmerkmal, mit dem sie dort einordnen sind, ist die Erbfolge. Eine Ausnahme ist im Hinblick auf die Ideokratie möglich. Steht die zu verbreitende Idee im Sinne einer Erziehung der Bevölkerung im Vordergrund, kann ein Staat trotz Erbfolge an seiner Spitze, als Ideokratie und nicht als dynastische Herrschaft gelten. Voraussetzung dafür ist jedoch die Abwesenheit einer Legitimation der StaatsführerInnen durch die eigene Herkunft.


An dieser Stelle muss wieder die Selbstdarstellung betrachtet werden. So ist beispielsweise Nordkorea, trotz starker Charakteristiken einer Erziehungsdiktatur, eine dynastische Herrschaft durch die Berufung und den Personenkult um Kim Jong-Uns Großvater Kim il-Sung, wenn auch eine sehr stark durchherrschte, und gruppiert sich damit im Typ 6. Als schwach durchherrscht können die meisten historischen Monarchien bezeichnet werden, die zwar eine erhebliche Machtfülle hatten, aber in denen der König wenig Einfluss auf den Alltag seines Volkes hatte.


Als Beispiel für Typ 5 kann England unter Elisabeth der Ersten dienen. Ein aktuelles Beispiel wäre Syrien unter Baschar al-Assad, der im Jahr 2000 die Nachfolge seines Vaters Hafiz al-Assad angetreten hatte. Der Grad der Durchherrschung ist in beiden Beispielen stark begrenzt.


Die charismatische Herrschaft


Die charismatische Herrschaft ist wohl der am wenigsten spezifizierte und am schwersten zu definierende aller Typen. Analog zum personalistischen Regime von Barbara Geddes, läuft er Gefahr, ein Residualtypus für all jene Systeme darzustellen, die sich nicht in die anderen Fälle einordnen lassen. Schließlich steht an der Spitze beinahe jedes funktionierenden Staates eine einzelne Person, der eine charismatische Herrschaft oder zumindest Funktion zuzuschreiben wäre. 


Der Typus der charismatischen Herrschaft steht 2019 insbesondere unter dem Eindruck aktueller politischer Entwicklungen. Ob in Polen, Ungarn, Türkei oder Brasilien, ohne die Individualität dieser Staaten zu vergessen sind es doch Fälle, in denen eine starke, vom Volk legitimierte Persönlichkeit versucht, das System so umzugestalten, dass ihr die Herrschaft sicher ist.


Das funktioniert auch über eine Ideologie, in vielen Fällen der Abgrenzung nach außen, die letztendlichen Gründe liegen jedoch in dem Glauben des Volkes an die Herrscherfigur. Ein Schlagwort in diesem Zusammenhang ist der sogenannte Populismus. Eine Sonderform der charismatischen Herrschaft ist die Meritokratie, eine Herrschaftsordnung, die auf Begabung. Leistung und Verdiensten beruht. Derartige besonderen Verdienste und Fähigkeiten wären ein ideales Legitimationsmuster für charismatische Herrschaftsträger.


Insofern liegt in diesen Fällen die Frage nach Legitimation beim Volk, kaum eine MachthaberIn wird ihre Herrschaft nach außen hin im Charisma der eigenen Person begründen. Die Abgrenzung zur Ideokratie liegt vor allem in deren Umfang der formulierten Ideen und der Gemeinwohlvorstellungen a priori. Beinhalten diese Ideen eine grundsätzliche gesellschaftliche Umwälzung, liegt eine ideokratische Herrschaft nahe.


Sind diese Ideen eher schwach ausgeprägter Natur, wie der Drang nach Ordnung, Sicherheit und Abgrenzung nach außen, dann ist es eine charismatische Herrschaft. Wichtig für eine charismatischen HerrscherIn ist auch der Herrschaftszugang: Sie erlangt ihre Macht weder durch Erbfolge, noch durch Aufstieg im Militärapparat, sondern fast ausnahmslos durch Wahlen und findet darin auch eine strukturelle Legitimation.


Als Beispiel für eine eher schwach durchherrschte charismatische Herrschaft (Typ 7) kann Russland unter Wladimir Putin gelten. Auch wenn Russland Wahlen durchführt, ist es eine Autokratie und kann in die Typologie eingeordnet werden. Die Herrschaft Putins basiert auf persönlichen, charismatischen Gründen. Währenddessen ist sein Einfluss auf den Alltag der RussInnen nicht hoch. Als stark durchherrschte, charismatische Herrschaft (Typ 8) kann der italienische Faschismus unter Benito Mussolini von 1925 bis 1943 bezeichnet werden. Merkmale sind sowohl eine charismatische Herrschaftslegitimation, begründet in seinem Redetalent und seine Akzeptanz in der Bevölkerung und, in Abgrenzung zur Ideokratie durch die Abwesenheit einer klaren utopische Gemeinwohlvorstellung. 


Die Ideokratie


Im Mittelpunkt der Ideokratie steht die Idee.

Das definierende Element der Ideokratie ist die utopische Herrschaftslegitimation. […] Jedoch muss die ideokratische Herrschafts-legitimation mit dem ernsthaften Versuch einhergehen, sie umzusetzen.Uwe Backes und Steffen Kailitz 2014

Wird also die Frage „warum wird geherrscht?“ angewendet, dann legitimieren sich Ideokratien damit, ihrer Bevölkerung eine bessere Zukunft schenken zu wollen. Das beinhaltet vor allem kommunistische, beziehungsweise sozialistische Regime. Wichtig ist zudem eine Mitwirkung der BürgerInnen an der politischen Agenda. Das ist insofern problematisch für die Einordnung in die vorliegende Typologie, als dass die Mobilisierung der BürgerInnen ein starker Indikator für eine große Herrschaftsreichweite, und damit, für den Grad der Durchherrschung im jeweiligen Staat ist. Dementsprechend liegt die Problematik darin, dass der Typ schwach durchherrschte Ideokratie (Typ 9) bis auf wenige Ausnahmen ein Leertyp bleibt.

Die hier angewendete Definition der Ideokratie soll eine weitere Gruppe von Staaten einbinden: die Theokratien. Die Regierungen dieser Staaten berufen sich auf einen göttlichen Auftrag und auf die Durchsetzung der himmlischen Gesetze. Damit steht im Mittelpunkt der Herrschaftslegitimation eine Idee und eine Utopie, die zwar nicht die Durchsetzung eines neu ersonnenen, alles verändernden Plans beinhaltet, aber die Folge der göttlichen Regeln zum Ziel hat.


Damit eröffnet sich die Möglichkeit, der schwach durchherrschten Ideokratie (Typ 9) doch ein Beispiel anzufügen: Mauretanien. Ursprünglich als säkularer Staat konzipiert, spielt der Islam inzwischen eine starke Rolle in der Politik. Laut Verfassung darf ein Präsident nicht jünger als 40 Jahre alt sein, so alt wie der Prophet Mohammed bei der Offenbarung des Korans. Zudem besteht ein fünfköpfiger, hoher islamischer Rat, der den Präsident in allen Fragen bezüglich des Korans berät. Da die Grundlage des Rechtssystem die Scharia ist, besitzt dieser Rat sehr viel Einfluss. Es lässt sich demzufolge von einer Theokratie sprechen. Zeitgleich ist der Einfluss des Staates auf den Alltag seiner BürgerInnen relativ gering. 


Eine Eigenheit vieler Ideokratien ist es, dass sich ihre Ideen im Laufe der Jahrzehnte „abschleifen.“ Juan J. Linz hielt die Abschwächung des Strebens nach dem vorgebenen, utopischen Ziel für derart wichtig, dass er sogar den Wandel vom totalitären zum posttotalitären Regime proklamierte. Demzufolge kann es passieren, dass diese Systeme nach einer ideokratischen Phase in einen anderen Typ fallen, beispielsweise eine charismatische Herrschaft.


Trotz dieser Analogie darf nicht der Fehler gemacht werden, die Ideokratie mit dem Totalitarismus gleichzusetzen, trotz vergleichbarer Wortgewalt der Termini. Ein klares Beispiel ist die DDR in der Spätphase unter Honecker. In diesem Fall würde die Forschung nicht mehr von einem totalitären System sprechen, was in der Frühphase unter Ulbricht eher vertretbar gewesen wäre, da politischer Gestaltungsanspruch und gewaltsame Unterdrückung der Opposition über die Zeit nachgelassen hatten. Dennoch handelte es sich die ganze Zeit über um eine  Ideokratie. Schließlich ist die Legitimation der Herrschenden noch immer der Fokus auf den Kommunismus gewesen, wenn auch der Grad der Durchherrschung nachgelassen hatte.



Eine Prise Selbstkritik

Zunächst muss gesagt werden, dass die Erstellung einer Typologie einer Mammutaufgabe gleichkommt, die die gezeigte, einfache Tabelle nicht annähernd zu illustrieren im Stande ist. In der Einleitung dieser Arbeit wurden recht klare Ziele angegeben: Eine gut zugängliche Typologie von Diktaturen sollte geschaffen werden, mit angemessenem Umfang, ohne Residualtypus, mit Kategorien von hoher externer und niedriger interner Heterogenität und mit einer möglichst einfach zu realisierenden Einordnung von Vergleichsfällen. Konnte dies umgesetzt werden? Bedauerlicherweise nur zum Teil.


Ganz grundsätzlich scheitert diese Typologie an der Aufgabe, sämtliche Staaten der Welt problemlos einzuordnen. Das liegt primär an den unzähligen Ausprägungen von Merkmalen in den Vergleichsfällen. Es gibt zu viele Grenzfälle, in denen die Zuordnung nicht eindeutig ist. Besonders mit dem Typus der charismatischen Herrschaft kommen einige andere Typen in Konflikt. Zwischen Ideokratie und charismatischer Herrschaft kommt es beispielsweise zu Überschneidungen, denn zu einer ideologiegetriebenen Herrschaftslegitimation gehört immer eine Person, die für diese Ideen einsteht.


Andersherum braucht eine einzelne Person, die ein Volk für sich gewinnen will und durch das Vertrauen in die Persönlichkeit ihre Herrschaft legitimiert, auch eine Idee, eine Vision, die sie aufzeigt und an der sie sich abarbeiten kann. Insofern wäre eine Möglichkeit, den Typus der charismatischen Herrschaft und der Ideokratie unter dem Typus der ideellen Herrschaft zusammenzulegen.


Doch dieser Typ wäre erstens intern sehr heterogen, zweitens würde er den wichtigen Typus der Theokratien ausschließen. Drittens wäre dann du erörtern, ob durch Wirtschaftskraft legitimierte Staaten oder eine gewisse Form von Militärdiktaturen nicht auch eine Herrschaftsidee haben und deshalb nicht ebenfalls dort zu inkludieren wären.


Ein weiteres Problem sind die Militärdiktaturen, die zwar in sämtlichen Vorbildwerken als Typus aufgeführt sind und deshalb ihren Weg in die oben stehende Typologie gefunden haben. Doch genau genommen liegt dem Typ Militärherrschaft keine Frage nach der Herrschaftslegitimation, sondern nach dem Herrschaftsträger zugrunde. Anders gelagert, aber nicht weniger problematisch ist der Typ der Wirtschaftsherrschaft.


Die Legitimation durch wirtschaftlichen Erfolg ist in beinahe allen Autokratien eine Hintergrundvariable. Vergleichsfälle zu identifizieren, wo die Wirtschaft die alleinige Legitimationsgrundelage darstellt, fällt schwer. Ein Vorschlag, um diese beiden Typen miteinander zu vereinen, wäre sowohl die wirtschaftliche als auch die Militärherrschaft unter dem Begriff strukturelle Herrschaft zu stellen, die auch klar die Frage „warum wird geherrscht?“ beantwortet. Denn in einem Fall sichert sich die herrschende Klasse durch wirtschaftliche Performanz und oft durch Investitionen strukturell ab, im anderen Fall bestehen als Herrschaftslegitimation die militärischen Strukturen.


Diese Variante hätte jedoch den eklatanten Nachteil, sehr allgemein formuliert zu sein. Wirtschaftliche Herrschaft und Militärherrschaft sind zwei grundsätzlich sehr intuitiv zugängliche Typen, die strukturelle Herrschaft hätte stets Erklärungsbedarf und sagt wenig über die darunter subsummierten Vergleichsfälle aus, was auch ein Anspruch an die Typologie ist.


Grundsätzlich lässt sich konstatieren, dass die Typologie genau wie so ziemlich jede vor ihr an der Fülle von Ausprägungen der Wirklichkeit scheitert. Doch ist die Typologie deshalb unbrauchbar? Nein, denn sie besitzt einige Vorteile gegenüber etablierten Konzepten. Die Stärken des zweidimensionalen Autokratiemodells liegen in der Erklärungskraft der einzelnen Fälle. Daran hat die zweite Ausprägung, die Herrschaftsreichweite, beziehungsweise der Grad der Durchherrschung, großen Anteil. Bereits mit der Einordnung lassen sich so einige Schlüsse über den vorliegenden Vergleichsfall ziehen. Auch in der ersten, kritischen Dimension, Herrschaftslegitimation wurde großer Wert auf Erklärungskraft gelegt. Das war auch der Grund für die Abwahl des möglicherweise trennschärferen und intuitiveren Kriteriums Herrschaftsträger.


Neu an dieser Typologie ist außerdem die Berücksichtigung der Selbstdarstellung von Regimen, beziehungsweise des Legitimationsglaubens der Bevölkerung. Darüber lässt sich streiten, denn viele Regime kaschieren ihre wahren Absichten hinter vorgegebenen Gemeinwohlvorstellungen. Dem gegenüber stehen jedoch die sehr leichte Verfügbarkeit der benötigten Informationen, und ob der Glaube an beispielsweise die wirtschaftliche Kompetenz der Regierenden legitim ist oder nicht, spielt für die Einordnung des Systems in die Typologie nur eine untergeordnete Rolle. Trotzdem muss diskutiert werden, ob die oft subjektive und manipulativen Selbstbeschreibung von HerrscherInnen für eine ernsthafte, sozialwissenschaftliche Typologie ausreicht.


Letztlich muss in kommenden Arbeiten auch der Veränderung von politischen Systemen Rechnung getragen werden. Neue Industrien und gesellschaftliche Räume werden in absehbarer Zeit zu Veränderungen der Staaten führen, möglicherweise gänzlich neue Systeme hervorbringen, wie technologische oder gar algorithmisch gelenkte politische Systeme. Aus diesem Grund sollten auch die Typologien konsequente Erneuerung und Neubetrachtungen erfahren. Diese Arbeit konnte ihren Teil dazu beitragen.


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Bildquellen


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Putin Charm: Ivan Bandura

Warlords John Atherton

Singapur Luca Sartori

Kim Family: AFP


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