DSGVO für Fotografen

Aktualisiert: 26. Aug 2019

Ein ungewohnt kurzer Beitrag mit den wichtigsten DSGVO-Regelungen für Fotografen.


Die DSGVO ist für Fotografen in der Theorie ein echtes Problem. In der Praxis ist es allerdings nicht ganz schlimm wie es klingt. Zudem: Ist es eine EU-weite Norm mit Leerstellen, die von der Bundesregierung gefüllt werden sollen. Das ist bis heute nicht passiert, weshalb derzeit noch die alten


Die Einverständnis Am leichtesten ist es natürlich, ein schriftliches Einverständnis der fotografierten Personen zu holen. Es reicht aber auch, wenn auf dem Foto klar zu sehen ist dass die Person sich freiwillig fotografieren lässt, das gilt auch nach der DSGVO als Einverständniserklärung. Doch häufig ist gerade von Personen im Hintergrund so etwas nicht klar erkennbar. An dieser Stelle sollte die Denke nicht sein "wie bekomme ich das Einverständnis der Person", sondern, "mit welcher rechtlichen Grundlage kann ich mein Foto rechtfertigen." Problematisch ist auch, wenn Personen im Nachhinein ihr Einverständnis zurückziehen, was nach DSGVO möglich wäre. Da doch lieber rechtlich über den Kopf der Person hinweg agieren.

Zudem sind Einverständnisse ungültig, die in Abhängigkeit entstanden sind. "Ohne Fotoerlaubnis darf Kind a/b nicht mit zur Veranstaltung" - nichtig. Fotoerlaubnis beim Arbeitsvertrag - nichtig. Das ist aber primär das Problem des Auftraggebers.


Das berechtigte Interesse So seltsames klingt, aber wenn man einen guten Grund hat ein Foto zu machen und zu besitzen, dann ist das auch in Ordnung. Die DSGVO richtet sich besonders gegen die unkontrollierte, zweckunabhängige Speicherung von "irgendwelchen" Daten. Ihr seid als Veranstaltungsfotograf unterwegs? Berechtigtes Interesse des Veranstalters. Hochzeitsfotograf? Berechtigtes Interesse der


Informationspflicht Die wichtigste und neuste ist, dass Leute wissen müssen dass sie fotografiert werden und dass sie wissen, wo sie sich mit einer möglichen Verweigerung des Einverständnisses hinwenden sollen. Bei einer Veranstaltung tut das ein Schild, ein Aufsteller, bei einer Hochzeit eine kurze Ansprache.


Löschungsfristen Die Sache liegt einfach: Personenbezogene Daten (Fotos) müssen gelöscht werden, sobald sie nicht mehr gebraucht werden. Macht praktisch keiner, kann keiner kontrollieren, ich wollte es trotzdem mal gesagt haben.


Technik und Sicherheit Personenbezogene Daten müssen angemessen sicher gespeichert werden. Ein herkömmlicher PC mit aktueller Software, eine externe Festplatte die nicht am Netzwerk anliegt, ein USB-Stick, ein Fotoalbum gelten als sicher.


Webseiten und Datenschutz Webseiten brauchen eine Datenschutzerklärung. Und müssen die Daten eben auch tatsächlich so behandeln, wie sie vorgeben sie zu behandeln.


Webseiten und Pressefotos Und ein kurzer Exkurs (der mich als Journalisten betrifft). Für Presse gilt die DSGVO zumindest in der Verwendung der Fotos quasi nicht. Sie kann sehr leicht ein berechtigtes Interesse zur Verwendung und Speicherung nachweisen.

Kommentare und Verbesserungen sind sehr gern gesehen. Habe nur meine Notizen von meinem gestigen Seminar verschriftlicht

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© 2020 Maximilian Helm